Donnerstag, 18. Juni 2015

Buchtipp: Der Fall Mollath – Vom Versagen der Justiz und Psychiatrie

Der Fall Mollath: Gerhard Strates Abrechnung mit der forensischen Psychiatrie
Wenn der Zweck von Medizin nicht mehr in der Erhaltung der menschlichen Gesundheit besteht, sondern die edle Heilkunst zu einem Zerrbild wird, das sich mühelos als Machtmittel gegen die eigenen Patienten missbrauchen lässt, passieren Fälle wie der von Gustl Mollath. Dass er wider Willen zum »Patienten« erklärt wurde und siebeneinhalb Jahre in der forensischen Psychiatrie zubringen musste, liegt an einem Konstruktionsfehler des Rechtsstaats, der es möglich macht, Menschen aufgrund angeblicher psychischer Krankheit auf unbestimmte Zeit zur Unterbringung im Maßregelvollzug zu verurteilen. Das schärfste Schwert, wenn es um derartige Entrechtung geht, besteht in § 63 StGB, »Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus«. Darin heißt es:

»Hat jemand eine rechtswidrige Tat im Zustand der Schuldunfähigkeit (§ 20) oder der verminderten Schuldfähigkeit (§ 21) begangen, so ordnet das Gericht die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus an, wenn die Gesamtwürdigung des Täters und seiner Tat ergibt, daß von ihm infolge seines Zustandes erhebliche rechtswidrige Taten zu erwarten sind und er deshalb für die Allgemeinheit gefährlich ist.«

Da die meisten Medien über dieses Thema nur berichten, wenn es um besonders grauenerregende Mordfälle geht, neigte die Öffentlichkeit zum bewussten Wegsehen: Die Täter verschwinden von der Bildfläche, wohin auch immer, mehr wollte kaum jemand wissen.

Für eine große Zahl sogenannter »Maßregelvollzugspatienten« ist diese Ignoranz besonders tragisch, und zwar dann, wenn sie aufgrund leichter oder mittelschwerer Anlasstaten in der Forensik verschwinden. Im Fall Mollath war es das angebliche Zerstechen mehrerer Autoreifen, das den Angeklagten in die Psychiatrie brachte: Aus ihm wurde eine angebliche Gemeingefährlichkeit konstruiert, welche Voraussetzung für eine Unterbringung ist. Ein Vorwurf, der erst viele Jahre später im Rahmen des Wiederaufnahmeverfahrens endgültig ad acta gelegt wurde: Mollath wurde diesbezüglich aus tatsächlichen Gründen freigesprochen. Ob er den Rest seines Lebens in der Psychiatrie verbracht hätte, wenn der Skandal nicht wider aller Wahrscheinlichkeit an die Öffentlichkeit gelangt wäre? – Wir wissen es nicht. Doch es liegt im Bereich des Möglichen.

§ 63 StGB macht keinen Unterschied zwischen einem Kindermörder und einem Reifenstecher: Beide sitzen unter Umständen lebenslang. Dies ist eine der vielen erschreckenden Erkenntnisse, die der Fall Mollath erbracht hat. Das Buch von Strafverteidiger Gerhard Strate zeigt die gnadenlosen Mechanismen der forensischen Psychiatrie auf, die Derartiges möglich machen.




Donnerstag, 7. Februar 2013

Lesetipp: 7 einfache Strategien, um dauerhaft schlank zu sein


Wer kennt den ewigen Diätstress nicht? Einmal über die Stränge geschlagen, meldet sich das schlechte Gewissen und mahnt zu einer Schlankheitskur. Alarmierend viele Menschen führen ein Dasein zwischen Orgie und Fastenkur, ohne ihre Gewichtsprobleme jemals wirklich lösen zu können.

Die eBook-Autorin Felicitas Mattner nimmt sich des Problems auf erfrischend andere Weise an. In ihrem Buch »7 einfache Strategien, um dauerhaft schlank zu sein« legt sie sieben verblüffend simple Möglichkeiten dar, die eigenen Gewohnheiten zu hinterfragen und nach und nach figurfördernd zu verbessern. In zahlreichen Rechenbeispielen legt sie dar, welchen Unterschied selbst kleine Veränderungen ausmachen können. Im Klappentext heißt es:

»Zahlreiche Beispielrechnungen im Buch zeigen, dass selbst kleine Veränderungen, die Sie kaum als störend wahrnehmen werden, langfristig einen riesigen Unterschied machen. Wussten Sie zum Beispiel, dass sich schon ein einziges Cookie pro Tag, achtlos nebenher geknabbert, zu einer jährlichen Kalorienmenge von 29.000 kcal summiert, dem kalorischen Gegenwert von mehr als 4 kg Körperfett?«


Einfach, wirksam und dauerhaft abnehmen

Wer die einfach zu verstehenden Gedankengänge in diesem Buch nachvollzieht, erkennt, woher das Übergewicht in Wirklichkeit kommt, das uns permanent zu begleiten scheint wie ein lästiger Stalker, denn gerade unsere kleinen Gewohnheiten summieren sich eben doch!

Ich selbst arbeite seit letztem Sommer nach der Methode von Felicitas Mattner und habe seitdem satte 15 kg verloren, ohne dabei hungern zu müssen: Schritt für Schritt habe ich einfach ein paar alte Gewohnheiten durch neue, bessere Strategien ersetzt. Endlich kann ich die ganzen Diätratgeber vergessen und trotzdem das Gewicht in Schach halten. Der Preis des eBooks ist mit 2,99 € ebenfalls schlank. Einziger Wermutstropfen: Das Buch ist nur als Kindle-Ausgabe erhältlich. Wer keinen Kindle hat, kann es aber trotzdem lesen, indem er eine der kostenlosen Kindle-Apps installiert, die amazon für viele gängige Geräte anbietet.

Fazit: Eine einfache, kostengünstige und vor allem funktionierende Methode, endlich dauerhaft abzunehmen!

»7 einfache Strategien, um dauerhaft schlank zu sein« jetzt bei amazon herunterladen


Freitag, 20. April 2012

Das Selbstbewusstsein steigern - 6 Tipps

Abb.: Copyright Sylvia B.
Die Erfahrung von Selbstvertrauen hängt unmittelbar mit Deiner Fähigkeit zusammen, Glücksgefühle empfinden zu können. Menschen ohne Selbstbewusstsein gehen mit angezogener Handbremse durchs Leben und leiden schwer unter ihrem Manko, sich selbst nicht wertschätzen zu können. Dies spiegelt sich auf allen Ebenen ihres Daseins wider.



  • Körperliche Zeichen für mangelndes Selbstbewusstsein sind hängende oder eingezogene Schultern mit entsprechend eingeschränkter Tiefatmung. Solch eine Haltung stellt eine schwere Einschränkung der Lebensqualität dar, denn sie führt im Laufe der Zeit zu schmerzhaften Verspannungen.
  • Seelische Symptome, die ein zu schwach ausgeprägtes Selbstvertrauen anzeigen, sind Niedergeschlagenheit, ein stark ausgeprägtes Gefühl für »Peinlichkeit«, die Empfindung von Unterlegenheit gegenüber anderen, die Betroffenen fühlen sich dumm, ungeschickt und »uncool«.
  • Auf die geistige Ebene wirkt sich mangelndes Selbstbewusstsein ebenfalls aus: Ein Zeichen ist die Unfähigkeit, vor Zuhörern frei zu sprechen. Die stärkste Ausprägung dieser unangenehmen Erscheinung stellt das Stottern dar, vor dessen Peinlichkeit Betroffene oft so viel Angst haben, dass sie in der Öffentlichkeit gar nicht mehr das Wort ergreifen. Auch das Entwickeln und Umsetzen eigener Ideen ist gehemmt. Zu hoch erscheinen die Hürden, die in der eigenen Person liegen. Wem es an Selbstvertrauen fehlt, der wird im Leben viele aussichtsreiche Chancen verpassen und sich viele Möglichkeiten entgehen lassen, Glück zu empfinden.

Die gute Nachricht: Selbstvertrauen ist erlernbar!


Jeder Mensch kann selbstbewusst sein und Glück in seinem Leben finden. Mangelndes Selbstbewusstsein ist kein angeborenes Schicksal, sondern wurde im Lauf des Lebens erlernt. Gerade besonders kluge Menschen leiden oft darunter, da sie sich aufgrund ihres »Andersseins« schon in der Schule als Außenseiter fühlten.



Wenn auch Du zu den Menschen gehörst, die sich ihrem schwachen Selbstwertgefühl ausgeliefert fühlen, dann solltest Du noch heute damit beginnen, den Spieß umzudrehen. Mache Dir klar: Alles, was Du im Laufe Deines Lebens gelernt hast, kannst Du auch wieder verlernen und durch neue, bessere Inhalte ersetzen, die Deinem Glück und Wohlergehen zuträglicher sind. Du hast es verdient, Dein Potenzial voll zu entfalten. Dies wird Dir mühelos gelingen, wenn Du von Deinem Selbstwert überzeugt bist. Beginne noch heute damit, Deinem Selbstvertrauen auf die Sprünge zu helfen. Hierzu hab ich Dir einige Tipps zusammengestellt, die Du zügig umsetzen solltest, um keinen Tag länger mit quälenden Minderwertigkeitsgefühlen zu vergeuden, die nicht ansatzweise widerspiegeln, was Du wirklich bist: ein einzigartiges Wesen, voll von schöpferischem Potenzial, das genauso wertvoll ist, wie jeder andere Mensch auch.


So stärkst Du Dein Selbstbewusstsein – 6 Tipps, die es in sich haben


  • Spiegelt Dein Äußeres ein Problem mit Deinem Selbstbewusstsein wider? - Dann beginne damit, es zu verändern. Gönne Dir genau die Kleidung und den Haarschnitt, der Deine Vorzüge optimal zur Geltung bringt. Solltest Du diesen Tipp für oberflächlich halten, dann wirst Du Dich über den Effekt wundern, wenn Du ihn in die Tat umsetzt: Dein attraktives Spiegelbild wird Dein Selbstbild verändern und Dich mutiger in die Welt hinaustreten lassen.
  • Traust Du Dich oft nicht, Forderungen anderer abzulehnen? Dann lerne jetzt, nein zu sagen, wenn Du ein schlechtes Gefühl hast. Beispiel: Ein Freund will sich Geld von Dir leihen. Da er dies schon öfter getan hat, Du das Geliehene aber nie zurück bekommen hast, regt sich Dein innerer Widerstand. Mache Dir klar: Wenn Du ihm das Geld trotzdem gibst, dann handelst Du gegen Deine eigenen Interessen. Sage höflich und bestimmt: »Ich kann Dir das Geld leider nicht geben, da ich mich ausgenutzt fühle!« Wenn Du es nicht schaffst, solche Forderungen abzulehnen, solltest Du dringend mit einem Persönlichkeitstrainer arbeiten, der solche Situationen mit Dir durchspielt.
  • Fühlst Du Dich körperlich schlecht, obwohl Dein Arzt sagt, Du seist gesund? - Dann arbeite an Deiner Körperhaltung! Ist sie durch ein schwaches Selbstbewusstsein geprägt, fühlt auch der Körper sich schwach und wird auf Dauer geschädigt. Beginne mit einem Training, das sich nicht nur an die Muskulatur, sondern auch an die innere Haltung richtet: Durch Yoga, Alexandertechnik oder einen Kurs im Flamencotanz richten sich Körper und Seele merklich auf und werden zu starken Magneten für Glück und Freude.
  • Kannst Du Dich nur schwer überwinden, fremde Menschen anzusprechen? - Dann tue genau das: Sprich zufällig vorübergehende Passanten an, bis es Dir nicht mehr peinlich ist. Frage nach einem Weg, der Uhrzeit oder einem guten Restaurant in der Nähe. Ist Dir ein Mensch spontan sympathisch, dann lass Dich ruhig auch auf ein längeres Gespräch ein.
  • Hast Du Angst vor Kritik oder Ablehnung? - Dann mache Dir klar, dass niemand negativen Reaktionen entgehen kann. Gerade die erfolgreichsten Menschen können lange Geschichten darüber erzählen, wie oft sie mit Ablehnung oder sogar offener Feindschaft konfrontiert wurden. Der Trick ist: Ablehnung und Selbstwert haben nichts miteinander zu tun und sollten nicht miteinander verknüpft werden.
  • Hast Du Angst, als arroganter Angeber dazustehen, wenn Du Dein Können offen zeigst? - Dann frage Dich, wer mehr Glück im Leben empfindet: ein arroganter Angeber, oder einer, der sich durch den Neid der Umwelt in Schach halten lässt und sein Licht unter den Scheffel stellt?

Mittwoch, 2. März 2011

Gesund und fit mit Hilfe der Bibel

Auch eher bibelkritisch eingestellte Menschen werden von den Erkenntnissen profitieren, die Bestsellerautor Walter-Jörg Langbein in seinem Buch »Brot und Wein« darlegt. »Gesund essen mit der Bibel« lautet der Untertitel, und es stimmt: Die Bibel liefert zahlreiche Hinweise darauf, wie eine gesunde, menschengemäße Nahrung aussehen sollte. Diese uralten Weisheiten untermauert der Autor mit den Erkenntnissen der modernen Forschung, die zu denselben Ergebnissen kommt: Die meisten Zivilisationskrankheiten wären vermeidbar, wenn die Menschen sich nach den biblischen Ernährungsgrundsätzen einfach, aber vollwertig ernähren würden.

Walter-Jörg Langbein plädiert für eine dauerhafte Umstellung auf eine Ernährungsweise, die das Erreichen und Halten des persönlichen Wohlfühlgewichts ermöglicht. Ungesunde Crash-Diäten lehnt er ab. Stattdessen macht sein Buch Appetit auf Vollkornbrot, Obst und Gemüse, und plädiert für den sparsamen Verbrauch von Fleisch und Fisch. Dennoch kommt der Genuss nicht zu kurz: Wein (in moderaten Mengen genossen) gilt als biblisches Arzneimittel gegen viele Leiden.

Auch die Verteufelung der Butter als Cholesterinbombe ist nicht haltbar, folgt man den Prinzipien der Bibel-Diät, die strikt auf Naturbelassenes setzt, künstlich erzeugte Fettgemische wie Margarine deshalb ablehnt und neben Butter das Olivenöl als natürliche Fettquelle empfiehlt. Eher ablehnend hingegen steht die Bibel der Milch gegenüber, die sie nicht als geeignetes Nahrungsmittel für Erwachsene betrachtet. Der Autor erklärt nicht nur, welche Bibelstellen sich darauf beziehen, sondern unterfüttert diese Aussagen mit wissenschaftlichen Erkenntnissen, die jeder kennen sollte, der sich über gesunde Ernährung Gedanken macht.

Auch auf das Thema Zucker geht die Bibel-Diät ein: Niemand muss auf Süßes verzichten, wenn er sich nach biblischen Grundsätzen ernähren möchte, sollte aber unbedingt seinen Verbrauch an denaturiertem Fabrikzucker einer kritischen Betrachtung unterziehen.

Fazit: Überraschend und positiv ist es, dass sich aus den kulinarischen Stellen der Bibel nicht nur Ge-und Verbote ableiten lassen, sondern auch und vor allem das Bedürfnis nach echter Lebensfreude gestillt wird. Langbeins Buch kommt an keiner Stelle theologisch-trocken daher, sondern es liefert einen handfesten Leitfaden für die tägliche Praxis, in dem auch leckere Rezepte nicht fehlen. Gesund und fit mit der Bibel? – Nach der Lektüre dieses Buches lautet meine Antwort uneingeschränkt: Ja.

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