Montag, 7. Februar 2011

Zusatzstoffe in Lebensmitteln

Was uns heute alles als »garantiert unschädlich« verkauft wird, als »lebensmitteltechnisch geprüft« oder »im Rahmen der gesetzlichen Grenzwerte«, dafür hätte man die Urheber früher als Brunnenvergifter verurteilt, gebrandmarkt oder Schlimmeres. Klar: Die Lebensmitteltechnik hat auch viel Gutes bewirkt, hat Lebensmittel haltbarer und teilweise jahreszeitenunabhängig gemacht, oder sie sind schlicht und einfach leichter zuzubereiten. Wer macht sich schon die Mühe, Karotten zu kochen, abzuschälen und zu würfeln, wenn es bereits vorgefertigte Ware im Tiefkühlregal gibt? Billiger sind fertige Lebensmittel meist ebenfalls: Die Arbeit wird meist maschinell erledigt, außerdem kauft der Hersteller solche Mengen ein, dass das Gemüseregal im örtlichen Supermarkt preislich nicht annähernd mehr mithalten kann.

So lange Lebensmittel lediglich durch Eingefrieren haltbar gemacht werden, ist auch nicht viel daran auszusetzen. Schwieriger wird es bei Fertiggerichten, die nicht selten chemisch aufbereitet sind. Nehmen wir alleine den Geschmacksverstärker Glutamat: ihm wird eine wissenschaftlich belegte neurotoxische Wirkung zugeschrieben, was bedeutet, dass es in höherer Konzentration zum Absterben von Nervenzellen führt. Dennoch verzichten viele Lebensmittelhersteller bis heute nicht auf diesen umstrittenen Wirkstoff. Zu verlockend sind seine gewünschten Effekte: Das Essen wird scheinbar wohlschmeckender und noch dazu entwickelt der Verzehrende dadurch Heißhungerattacken, die dazu führen, dass er mehr isst, ergo auch mehr einkaufen muss. Untersuchungen darüber, in wieweit die bedenkenlose Verwendung von Glutamat mit verantwortlich ist für die Zunahme der weltweiten Fettleibigkeit, sind mir leider nicht bekannt.

Gesund und fit dank Chemie?
Ähnliche Effekte haben künstliche Süßstoffe: Durch ihren intensiven Geschmack gaukeln sie dem Körper vor, dass eine größere Menge Kohlenhydrate im Anmarsch ist. Also stellt er vorsichtshalber Insulin zur Verfügung, um den vermeintlichen Zucker zu verdauen. Dies ist ein auf die Dauer hochriskanter Eingriff in die Körperchemie, über dessen langfristige Folgen wir viel zu wenig wissen.

Konservierungs- und Farbstoffe sind weitere Errungenschaften auf dem Weg zum perfekt designten »Food«. Es ist schon auffällig, nicht wahr? Wirklich angesagte Menschen greifen zu »Food«, statt zu guten, alten Nahrungsmitteln. Keine Ahnung, woher sie das Vertrauen in die »Food-Designer« nehmen, deren Berufsbezeichnung zwar chic klingt, die aber ebenso wenig Ahnung über die langfristigen Folgen des Chemieangriffs haben wie Ärzte auch.

Fazit: Je weniger merkwürdige »Zusatzstoffe« ein Lebensmittel hat, desto gesünder ist es für den menschlichen Körper. Sie werden sich weitaus wohler fühlen, wenn Sie sich die Zeit nehmen, Ihre tägliche Ernährung aus Grundnahrungsmitteln selbst herzustellen …

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Die Essensfälscher: Was uns die Lebensmittelkonzerne auf die Teller lügen


1 Kommentar:

  1. Guter Beitrag! Durch diesen hier beschriebenen Mechanismus bei Süßstoffen wird der Appetit angeregt und es wird dadurch mehr gegessen. Die Verwendung von solchen Stoffen nützen also dem Abnehmen gar nicht!

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