Dienstag, 24. Mai 2011

Gepflegte Hände und Füße

Hände und besonders unsere Füße sind mit Reflexzonenausgestattet, die bei richtiger Massage der einzelnen Reflexpunkte Krankheiten positiv beeinflussen können. Das Buch kann Ihnen eine wertvolle Hilfe sein.
Allerdings kommen Sie nicht umhin, sich einige wichtige Pflegemaßnahmen zu Herzen zu nehmen. 

Unsere Hände
Ihnen sollten wir besondere Sorgfalt zukommen lassen. Sie sind Wind und Wetter, Reinigungsmitteln und Sonnenbestrahlung ausgesetzt. Wir gestikulieren mit den Händen, und sie sind der Blickfang unseres Gegenübers. Wir können sie als unsere Visitenkarte bezeichnen.


  • Beginnen Sie zuerst damit, die Nägel in Form zu feilen.
  • Tragen Sie danach, einen Nagelhautweicher auf und schieben Sie die Haut zurück.
  • Anschließend gönnen Sie Ihren Händen abwechseln ein Handbad. Die Nagelhaut löst sich und kann mit einer Hautzange entfernt werden.
  • Hände gut trocken lassen und Nagellack Ihrer Wahl auftragen.
  • Nach dem vollständigen Trocknen des Lacks, eine Haut- und Nagelcreme in die Hände einmassieren.
Mit einem schönen Ring beschmückt, können sich Ihre Hände sehen lassen.
Wenn Sie Ihre Nägel einmal außergewöhnlich tragen möchten, wie wäre es dann mit einer Kunstnagelmodellage? Auch in Ihrer Nähe werden Sie bestimmt ein Nagelstudio finden.

Unsere Füße
Die Temperaturen sind inzwischen sommerlich warm, sodass jetzt bereits die Riemchensandalen mit flachem oder hochhackigem Absatz getragen werden. Das heißt:  Die Füße benötigen eine Sonderbehandlung, damit sie frisch und gepflegt aussehen.  Sie sind besonderen Strapazen ausgesetzt und oft den ganzen Tag im Einsatz. Ihre Füße haben eine Erholung verdient.




  • Setzten Sie sich bequem hin und beginnen Sie mit einem angenehm duftenden Fußbad. Das macht die Nägel, die Nagelhaut und die eventuell vorhandene Hornhaut schön weich.
  • Trocknen Sie die Füße sorgfältig ab und schieben Sie mit einem Tuch die Nagelhaut zurück oder benutzen Sie einen Nagelhautentferner.
  • Danach werden die Nägel mit einer Nagelzange gekürzt. Immer schön die Ecken ausschneiden, damit der Nagel nicht einwachsen kann.
  • Entfernen Sie anschließend die Hornhaut und schleifen Sie sie mit einem Fräser glatt, sofern Sie einen besitzen. Nun können Sie, wenn Sie es möchten, einen Nagellack Ihrer Lieblingsfarbe auftragen.
  • Nach dem Trocknen, eine wohltuende Fußcreme in die Füße einmassieren.
Und nun heißt es: Regelmäßige Pflege hat Hand und Fuß!

Übrigens: Nicht nur Frauen sollten an die Pflege von Händen und Füßen denken. Auch die Herren der Schöpfung sind eingeladen, sie ihrerseits ebenfalls zu pflegen.



Sonntag, 27. März 2011

Morbus Menière- von Balance, Gymnastik und Meditation

»Leider sind die genaueren Hintergründe dieser Erkrankung immer noch nicht bekannt, dementsprechend ist es schwierig, eine gezielte Behandlung dieser Erkrankung durchzuführen.«
Dieser Satz ist für einen Morbus Menière Betroffenen wenig hilfreich. Was habe ich gemacht, um meine persönliche Ursache auszumachen und vielleicht einen kausalen Zusammenhang herzustellen, um damit eine Chance für mich zu sehen?

Über einen sehr langen Zeitraum habe ich wie ein Buchhalter meinen Biorhythmus aufgezeichnet, habe Ess- und Trinkgewohnheiten, meinen Zyklus und die Mondphasen festgehalten, Erkrankungen und die damit verbundene Medikamenteneinnahme notiert, sogar Luftdruck, Wetter, Temperatur, Jahreszeit in dieser Liste festgehalten. Die Anfälle kamen und gingen, ohne dass ich einen kausalen Zusammenhang zu diesen Ereignissen auch nur konstruieren konnte. Was ich allerdings feststellen konnte, dass ich die Anfälle besser ertragen habe, wenn ich physisch und psychisch in guter Form und auch lt. Biorhythmus belastbarer war.

Diese Erkenntnis greift bis in meine Gegenwart hinein und wird auch meine Zukunft bestimmen. So beginne ich den Tag mit einem gymnastischen Programm, das auch spezielle Atemübungen beinhaltet. Über den Tag verteilt kommen weitere Übungen hinzu, wie z. B. eine Konzentrationsmeditation, bei der ich meine Aufmerksamkeit auf die Atmung lenke. Sehr gute Erfahrungen habe ich mit Tiefenentspannung gemacht. Es hat sich für mich als sehr positiv erwiesen, die CD »Vom Stress zur Lebensfreude« regelmäßig zu hören und die für mich angenehme Stimme von Rüdiger Dahlke auf mich wirken zu lassen. Wenn ich einen problematischen Tag habe, setze ich die Kopfhörer auf, damit ich seine Stimme auch verstehen kann. Da ich auch mit den Möglichkeiten der Autosuggestion sehr gute Erfahrungen gesammelt habe, mich auch auf diese Form der Tiefenentspannung einlassen kann, kommen Gefühle wie Angst, Panik und die damit verbundene zusätzliche Stresssituation bei einer Attacke nicht mehr zum Tragen.

Meditativ wirkt auf mich außerdem die Arbeit im Garten. Frische Luft ist grundsätzlich ein ganz wichtiger Faktor, so meine Erfahrungen.

Natürlich achte ich auch auf mein Ernährungsverhalten, so verzichte ich weitgehend auf Fleisch, ernähre mich überwiegend basisch, mache aber keine Religion daraus. Ingwer ist mir sehr wichtig geworden. In Scheiben geschnitten esse ich ihn täglich auf Brot und kann das Rhizom wirklich empfehlen. Seit ich täglich zu meinen Mahlzeiten Ingwer verwende, habe ich mich nicht mehr erkältet, ein Zustand, der mir in der Vergangenheit große Probleme bereitet hat. Das Anschwellen der Schleimhäute wirkt bei mir umgehend negativ auf meine Koordination, so wie auch weinen. Da ich Zwiebeln leider nicht vertrage, fällt Letzteres eh weg. Womit ich bei meiner grundsätzlichen Lebenseinstellung angekommen bin.

Trotz allem lache ich sehr viel und gerne, umgebe mich mit Menschen, mit denen ich lachen kann, und habe festgestellt, dass das immer noch die beste Medizin ist. In irgendeiner Ecke meines Lebens steht Morbus Menière etwas orientierungslos herum. Der Rest meines Lebensraumes ist angefüllt mit kreativen Tun und positiver Einstellung zum Leben und damit mit Lebensqualität, die ich mir selber schaffe. So kann ich auch meine innere Balance, das seelische Gleichgewicht, bewahren. Trotz allem.

Wenn Sie Fragen haben, scheuen sie sich nicht, mich anzumailen.

Ihnen wünsche ich eine beschwerdefreie Zeit.

Ihre





Donnerstag, 17. März 2011

Vincent van Gogh und Morbus Menière - Von Liebe, Leid und Dunkelheit

Bild: Tuna von Blumenstein
Anständige Mädchen gehen im Hellen nach Hause. Manchmal, gerade in der dunklen Jahreszeit, lässt es sich nicht verhindern, dass ich bei schlechteren Lichtverhältnissen unterwegs bin. Da machen sich die Störungen des Gleichgewichts bei meiner Steh- und Gehmotorik bemerkbar. Das versuche ich natürlich durch erhöhte Aufmerksamkeit wett zu machen. Wenn es mir möglich ist, verlasse ich unebene Bürgersteige und benutze die Straße.

Sie werden sicherlich den Begriff der »wandelnden Dorfzeitschrift« kennen, vielleicht wohnt ja eine solche Person in Ihrer Nachbarschaft. Stellen Sie sich vor, eine solche Person würde mich regelmäßig abends von ihrem Aussichtspunkt betrachten, wie ich mit unsicherem Gang den Heimweg beschreite. Sie würde denken: »Oh Straße, was bist du so wunderlich! Na, Sylvia hat aber wieder ordentlich einen gehoben!« In der Tat kann dieser Eindruck entstehen. Jetzt stellen Sie sich bitte weiter vor, irgendein junger Naiver hätte bei Tageslicht ein interessiertes Auge auf mich geworfen und befragt diese benannte Dorfzeitschrift, ob sie etwas über mich wüsste. Was denken Sie, wie die Antwort ausfallen würde? Richtig: »Lass es bleiben, die Frau trinkt!«

Wahrscheinlich würde ich von einem solchen Gespräch nichts erfahren und was ich nicht weiß, kann mich nicht betrüben. Die theoretische Chance, eine solche Aussage zu revidieren hätte ich schon, wenn ich denn wollte. Jetzt, wo ich auch ärztlich bestätigt nachweisen kann, dass ich an Morbus Menière leide. Das konnte ich aber in den ersten 20 Jahren meiner Erkrankung nicht. Da galt ich als Simulant, war eine Frau, die sich scheinbar auf problematische Art und Weise interessant machen wollte, war auch Sticheleien ausgesetzt und wurde sogar ausgelacht. Gut, Sie haben recht, ich hätte mich auch aus dem kaltschnäuzigen Umfeld entfernen können, zumal ich ja schon früh ahnte, woran ich krankte. Dass es »vom Ohr« kam, war mir klar, außerdem konnte ich die Symptome dank medizinischer Bücher schon zu frühem Zeitpunkt selbst herausfinden. Trotzdem mag ich mich nicht an all die dummen Sprüche und gut gemeinten Ratschläge selbst ernannter Wunderheiler erinnern.

Lassen Sie dieses Gefühl von Verbitterung ruhig weiter auf sich wirken und begleiten Sie mich auf eine Zeitreise in das Jahr 1888 und dort in das südfranzösische Arles. In eine Zeit, zu einem Ort, an dem es keine Telekommunikation, kein Internet, kein Fernsehen gab, aber dafür bestimmt in jedem zweiten Haus eine »wandelnde Dorfzeitschrift«. Erst 16 Jahre vorher hatte der französischer Neurologe Jean-Martin Charcot die Symptome als Menière'sche Erkrankung bekannt gemacht, was sich aber wohl noch nicht in vollem Umfang herumgesprochen hatte.

In Arles hielt sich ein Genie namens Vincent van Gogh auf, der im Oktober des Jahres den Maler Paul Gauguin zu sich einlud, um mit ihm gemeinsam zu arbeiten. Gauguin hatte der Einladung nur zögerlich nachgegeben. Beide Männer waren religiös orientiert vorbelastet, Vincent van Gogh hatte in Vorzeiten als Hilfsprediger gearbeitet, sich aber zu dem Zeitpunkt von der Amtskirche abgewandt. Paul Gauguin hatte in der Internatsschule den Bischof Félix Dupanloup als Lehrer, der ihn in katholischer Liturgie und Philosophie unterrichtete.

Beiden Männern dürfte das Evangelium nach Matthäus, Kapitel 5 also die Bergpredigt bekannt gewesen sein: »Wenn dich dein rechtes Auge zum Bösen verführt, dann reiß es aus und wirf es weg! Denn es ist besser für dich, dass eines deiner Glieder verloren geht, als dass dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird.«

Es ist nie geklärt worden, warum sich Vincent van Gogh bei einem Streit mit Paul Gauguin ein Stück seines Ohres abschnitt. Für mich, als Menière Patientin ist diese Angelegenheit allerdings völlig klar. Was, wenn Paul einen Anfall bei Vincent miterlebt, ihn vielleicht während eines Anfalles aufgefunden hat? Davon ausgegangen ist, dass Vincent, wie ja allgemein bekannt war, was jede Dorfzeitschrift wusste, dem Absinth wieder zugesprochen hat? Was, wenn Vincent, geschwächt durch die Anfälle, verzweifelt mitteilte: »Es kommt vom Ohr!« Und Paul darauf den dummen Spruch setzte: »Dann schneide es doch ab!«

...
Selbstporträt mit verbundenem Ohr und Pfeife (1889)
hat vincent geschwindelt
war er ein bruder im leid

ich weiß es nicht
aber was ich weiß
hätte mir jemand am ende
meiner zwei jahrzehnte menière gesagt
wir müssen das ohr abschneiden
hätte ich gesagt
macht das
hauptsache
es hört auf …

Für Vincent folgte eine Zeit der Aufenthalte in Krankenhäusern und Nervenheilanstalten.

Im Mai 1890 reiste Vincent van Gogh nach Auvers. Er ist Gast von Dr. Gachet, in dessen Tochter sich Vincent verliebt. Diese Liebe wird ihm von dem Vater der Frau verboten. Warum wollte Dr. Gachet Vincent nicht zum Schwiegersohn? Vielleicht, weil die Dorfzeitungen es von den Dächern pfiffen, dass Vincent in der Dunkelheit betrunken durch die Gassen stolpert?

Auch in Auvers blieb Vincent nicht von Anfällen verschont. Wieder kann ich mich der gängigen Meinung nicht anschließen, kein Liebeskummer kann einem Menière Anfall in der Qualität der meinen das Wasser reichen. Unterstelle ich, dass Vincent mindestens so gebeutelt wurde wie ich, wird er, so wie ich auch, irgendwann den Entschluss gefasst haben: »Dieser Anfall war definitiv der letzte«. Mir wurde die Gnade erteilt, bei meinem Hausarzt die Überweisung zur Gentamycin Behandlung abzuholen. Vincent wird sich die Schusswaffe besorgt haben. Wo ich mir auch sicher bin: Vincent hat das Leben trotz allem geliebt, wird, wie ich auch, immer wieder gehofft haben, dass dieser Anfall nicht so heftig ausfällt wie die vorhergehenden. Sie fragen sich, wieso ich das so bestimmt schreiben kann? Nun, Vincent hat zu lange gewartet, bevor er abdrückte. Und so kommt es, dass er als verzweifelter Versager in die Geschichte einging, der es noch nicht einmal schaffte, sich richtig zu erschießen. Glauben Sie mir eins: Es wäre ein großes Glück im Unglück gewesen, wenn er den Schuss richtig gesetzt hätte, aus meiner Sicht bei einem Menière Anfall ein fast unmögliches Unterfangen.

Für Ihre Aufmerksamkeit danke ich Ihnen und vielleicht ist es mir gelungen, einen Denkanstoß zu geben, wer Vincent van Gogh verstehen will, sollte auch Morbus Menière in seine Überlegungen einbeziehen.

Ihre



Mittwoch, 16. März 2011

Die Haut, unser größtes Organ

Unsere Haut dient nicht nur dazu unsere inneren Organe, unsere Muskeln und Knochen zu verdecken. Nein, ihre Funktion ist vielseitig und wichtig. Ohne unsere Haut würden andere Organe nicht funktionieren können. Sie schützt uns vor dem Eindringen von Mikroorganismen, vor UV-Strahlen und gleicht die Körpertemperatur aus.  Sie reagiert auf Kälte, Hitze und Feuchtigkeit. Sie regt die Durchblutung an oder schützt durch Schweißabsonderung vor Überhitzung.
Die Struktur unserer Haut ist ebenfalls genetisch bedingt. Schon bei der Geburt zeigt die Haut Spuren ihrer Ahnen. Ein Muttermal oder Leberfleck, der durch die Gene vererbt wurde. Die Haut ist für das Wachstum der Finger- und Zehennägel sowie der Haare verantwortlich, was im Mutterleib bei dem heranwachsenden Fötus schon beginnt. So kann die Tochter, mit zunehmendem Alter, wenn die Haut nicht mehr so elastisch ist, die gleichen Hautlinien und Fältchen aufweisen wie die Mutter.
Unsere Haut, jeglichen Wetterverhältnissen und Umweltbedingungen ausgesetzt, muss einiges ertragen. Deshalb ist eine sorgfältige Pflege unserer Haut notwendig. Man beachte sie genau, ob sie sich im Laufe der Jahre verändert. Ob Hautflecken oder Muttermale sich vergrößern oder eine andere Farbe annehmen.

Die Umwelt, zu viel Sonneneinwirkung, falsche Ernährung, wenig Vitamine, verändern das Hautbild. Auch Hauterkrankungen wie: Allergien, Neurodermitis, Pilzinfektionen, zeigen auf Dauer ihre Spuren. Die Haut ist trotz ihrer wenigen Millimeter Stärke stabiler als man denkt.  Sie ist in drei Schichten aufgeteilt.

Die Oberhaut, überzogen mit einer dünnen Wasser-Fett-Schicht schützt die Haut vor direktem Einfluss von außen. Sie schützt vor kleinen Verletzungen, Hautinfektionen und erneuert sich ständig.

Die in der Lederhaut liegenden Nervenfasern und Blutgefäße lassen uns Schmerz, Druck, Berührungen usw. wahrnehmen.

Die Unterhaut, bestehend überwiegend aus Fettgewebe, dient als Kälteschutz sowie auch als Energiespeicher.

Die Haut schützt unseren Körper. Gehen wir liebevoll mit ihr um. Wichtig ist, dass die Haut regelmäßig kontrolliert wird, damit eventuell vorhandene Leberflecke oder Ähnliches nicht zu Hautkrebs ausarten können.
Wir sollten daran denken: Der größte Feind der Haut ist zu starke Sonnenbestrahlung. Gut gecremt ist gut geschützt!



Freitag, 11. März 2011

Morbus Menière- Das Gleichgewicht und das Gehör

»Alleine mit Hilfe beider Ohren kann auch die Bewegung von Schallquellen mehr oder minder eindeutig verfolgt werden.« Quelle: Wikipedia 

Liebe Leserinnen und Leser.

Stellen Sie sich vor, Sie stehen in einem Raum und hören ein Geräusch. Sie werden sicher automatisch den Laut und die Richtung aus der er kommt, zuordnen können. Diese Fähigkeit der Richtungswahrnehmung ist mir schon in den ersten Jahren als Morbus Menière Patientin abhanden gekommen. Sie glauben nicht, wie vielen Kindern und auch Erwachsenen ich eine Freude bereite, wenn ich orientierungslos meine Umgebung abscanne, um herauszufinden, wer da aus welcher Ecke meinen Namen ruft. Achten muss ich auch, mein schnurloses Telefon nicht zu verlegen, ich finde es so schnell nicht wieder, wenn ein Anruf kommt.  Besonders aufmerksam muss ich natürlich sein, wenn ich mich im Straßenverkehr bewege.

»Zum Gleichgewichtssinn gehört das Empfinden für oben und unten.« Quelle: Wikipedia 


Bild: ©Tuna von Blumenstein
 Sie werden sicher wissen, wo oben und wo unten ist. Das Gleichgewichtsorgan orientiert sich an der Erdanziehungskraft. Taucher können auch Probleme bekommen, wenn durch irgendwelche Umstände kurzfristig diese Fähigkeit bei einem Tauchgang aussetzt. Dann gilt es, nicht in Panik zu geraten, gleichmäßig ein und aus zu atmen und sich an den aufsteigenden Luftblasen zu orientieren. Da, wo die Luftblasen hinwandern, ist oben.  

Der Mensch hat normalerweise zwei Innenohre, rechts und links, darum auch zwei Gleichgewichtsorgane. Bei mir sind beide Seiten in unterschiedlicher Schwere geschädigt. Da aber der Sehnerv an das Innenohr gekoppelt ist, kann ich sehen, wo oben und unten ist.

Bild: ©Tuna von Blumenstein
Bestimmte Bewegungsabläufe können von mir nicht präzise Koordiniert werden. Darum darf ich nicht Zweiradfahren (ob mit Motor oder ohne), Leitern und Treppen  muss ich meiden. Selbstverständlich habe ausprobiert, ob ich wirklich Schwierigkeiten dabei habe, oder ob das nur eine prophylaktische Empfehlung ist, ich lerne durch Versuch und Irrtum, bei den Treppen habe ich schmerzhaft gelernt.

Gerade Treppen finden sich in einer normalen Lebenssituation überall in irgendeiner Form. Wobei das Hochgehen kein Thema für mich darstellt. Die Stufen, die herunter führen, werden von mir sehr konzentriert und mit bedacht betreten. Treppengelände berücksichtige ich auch als festen Bestandteil einer solchen Aktion.  

Wie sich bei Bewegungen im Dunklen ein irritiertes Gleichgewicht bemerkbar macht, möchte ich Ihnen in meinem nächsten Beitrag berichten.



Mittwoch, 9. März 2011

Gesund und fit: Morbus Menière - Drehschwindel

Foto: Tuna von Blumenstein
Morbus Menière ist eine sogenannte Ausschlussdiagnose, d.h. es müssen viele andere Ursachen als Verursacher ausgeschlossen werden, bevor die Diagnose als solche gestellt werden kann.
Es gibt auch nicht das eindeutige Krankheitsbild, denn die Anfälle können durchaus unterschiedlich verlaufen. Manche Betroffene haben vielleicht nur ein Ereignis in ihrem Leben, andere werden ihr Leben lang gebeutelt. Und jeder Betroffene reagiert in der Folge anders.

Bei mir begann ein Anfall mit dem Gefühl, als hätte ich Watte im Ohr, begleitet von einem leichten Unwohlsein. Dann setzte ein Dröhnen im Ohr ein, das selbst den Tinnitus übertönte, es folge ein starker Schwindel. Das weitere unangenehme an dieser Situation ist, dass durch diesen Schwindel scheinbar das Gehirn die Botschaft »Vergiftung« gemeldet bekommt. So musste ich stark erbrechen, während dieser Anfälle.

In früheren Zeiten bin ich sehr oft auf den Nordseeinseln gewesen, habe Überfahrten auch bei rauer See erlebt und auch, dass Mitreisende über Deck wankten, mit Tüten ausgestattet. Selbst litt ich nie unter den Symptomen der Seekrankheit. Womit ich einen Menière Anfall vergleichen könnte wäre der Effekt, den vielleicht auch der ein oder andere erlebt hat, wenn »Eins der dreißig Bierchen wohl schlecht war«. Ein Zustand, da werden Sie mir, liebe Leserinnen und Leser sicher Recht geben, noch nicht einmal im Suff zu ertragen ist.

Ein Mensch, der unter Seekrankheit, Kinetose, leidet, wird auf Seereisen verzichten, wer die beschrieben Probleme beim Alkoholkonsum hat, sollte mit Alkohol vorsichtiger umgehen, unter Umständen beides meiden.

Ein MM Patient fühlt sich ausgeliefert, denn die Anfälle kommen aus dem Nichts und verschwinden im Nichts. Es ist eine starke physische und psychische Belastung, als Menière Patient quasi einer Laune der Natur ausgesetzt zu sein. Morbus Menière ist unberechenbar. Neben dem Tinitus, der bei mir sehr früh einsetzte, dem Hörverlust und natürlich den psychischen Problemen, die eine solche Erkrankung mit sich bringt, würde ich als größtes Folgeproblem die Irritation meines Gleichgewichtes betrachten. Die Behandlung mit der ohrtoxischen Substanz Gentamycin hat einen erheblichen Schaden an dem betroffenen Innenohr angerichtet. Das war mir aber schon vor dem Eingriff klar und letztendlich war der Bereich durch die Anfälle auch schon erheblich vorgeschädigt. Zwar habe ich in der Folgezeit hervorragend kompensieren können, wie mir bestätigt wurde, Schwierigkeiten bereiten mir trotzdem viele Dinge des täglichen Ablaufs, darüber berichte ich in den nächsten Beiträgen.

Vielen Dank für Ihr Interesse





Samstag, 5. März 2011

Morbus Menière - Der Feind in meinem Innenohr

Was ist das für eine mysteriöse Erkrankung des Innenohres?

Morbus Menière, ist nach dem französischen Arzt Prosper Menière benannt, der diese Krankheit nicht erfunden hat, aber sie erstmals 1861 als selbstständiges Krankheitsbild beschrieb. Menière war übrigens ein Freund der Künste und mit den Schriftstellern Victor Hugo und Honoré de Balzac befreundet, aber das nur am Rande.

Bevor Jean-Martin Charcot, ein französischer Neurologe, 1874 diese wissenschaftliche Beschreibung als »Menière'sche Erkrankung« bekannt machte, wurde das Krankheitsbild als eine Form von Epilepsie bewertet. Wenn Sie, liebe Leserinnen und Leser, der Meinung sind, dass Julius Caesar, Vincent van Gogh oder Martin Luther Epileptiker waren, dann revidieren Sie bitte Ihre Meinung. Diese Männer litten, so wie ich auch, an Morbus Menière. Wobei ja »Epilepsie« »der Anfall« oder »der Übergriff« bedeutet, das Krankheitsbild auch als »Fallsucht« beschrieben wurde. Auch ich als Betroffene hatte das starke Bedürfnis, mich hinlegen zu wollen und zu müssen, wenn mich ein Menière Anfall wie ein feindlicher Angriff traf. Darum wundert es mich nicht, dass MM dieser Erkrankung zugeordnet wurde.

Wenn Sie nach Morbus Menière im Internet suchen, wird Ihnen immer wieder dieser Satz begegnen: »Leider sind die genaueren Hintergründe dieser Erkrankung immer noch nicht bekannt, dementsprechend ist es schwierig, eine gezielte Behandlung dieser Erkrankung durchzuführen.«


Ausguss eines menschlichen Labyrinths
Quelle: Wikipedia, GNU-Lizenz

Warum ist es so schwierig, diese Krankheit zu diagnostizieren und, was noch schlimmer ist, sie nicht heilen zu können? Betrachten wir uns die folgenden Bilder und überlegen uns, wie sicher das Innenohr eingebettet ist, kann das eine Erklärung sein.
Es wird ein Überdruck in der Gehörschnecke vermutet, der diese Anfälle auslösen soll. Betrachten wir uns das Bild »Ausguss eines menschlichen Labyrinths« stellen wir eine Breite von ca. 1,6 cm fest.
Schnitt (Schematisch) durch
die Cochlea (Hörschnecke) des Innenohres





Schnitt (schematisch) durch




In der Gehörschnecke, im Verhältnis dürfte diese vielleicht 5mm groß sein, Abb. links, entdecken Sie die Reissner Membran. Man vermutet, dass ein zu hoher Druck auf die Reissner-Membran zum Einreißen dieser Membran führen kann und so einen Menière'schen Anfall auslöst.








Stellen Sie sich vor, ein Tropfen Flüssigkeit, vielleicht nicht größer, als eine nicht geweinte Träne, die einen Mann wie Julius Caesar in die Knie zwang, Martin Luther denken ließ, er sei vom Teufel besessen und Vincent van Gogh in den Selbstmord trieb.

Aus meiner subjektiven Sicht der Dinge möchte ich Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, diese Erkrankung in meinen nächsten Beiträgen näher bringen und würde mich freuen, wenn ich Ihr Interesse geweckt habe.







Mittwoch, 2. März 2011

Die ersten wärmenden Sonnenstrahlen

Es ist bereits zu spüren, dass der Frühling naht. Neue Energien werden wach. Die Vögel zwitschern, und Sie freuen sich über jeden Sonnenstrahl. Die Lust hinaus in die Natur zu wandern, die ersten Blüten zu entdecken, ist ein Erlebnis. Sie wollen sich endlich wieder aus den dicken Wintersachen schälen und zur leichteren Bekleidung übergehen. Aber ich möchte Sie vorwarnen. Es dauert nur noch wenige Wochen, die Sonne gewinnt an Kraft, wärmt stärker, und die Sonnenstrahlen haben es auf Ihre Haut abgesehen. Auch wenn die Temperatur noch wenig über die 10° hinausgeht, dringen die UV-B-Strahlen, bei längerer Bestrahlung, in die obere Hautschicht ein und Sonnenbrand entsteht.

Schöne gleichmäßige Bräune ist der Wunsch aller Sonnenanbeter. Eine Sonnenschutzmilch mit hohem Lichtschutzfaktor ist sicher sehr nützlich, um vor Schäden zu schützen. Wer zur Sonnenallergie neigt, sollte kein Sonnenöl benutzen, das verstärkt die Bläschenbildung. Der nächste Sommer kommt bestimmt, und die Strahlenbelastung nimmt zu. Bis dahin können Sie schon eine leichte Vorbräunung erreicht haben, was zusätzlich die Haut schützt. Dennoch ist es unerlässlich, die Haut vor jedem Sonnenbad einzucremen. Wer zu häufig einen Sonnenbrand bekommt, setzt sich der Gefahr aus, an Hautkrebs zu erkranken, der leider immer noch einer der häufigsten Krebserkrankungen darstellt.

Viele Menschen meinen, sie müssten aus dem Urlaub zurückkommen, schwarz wie ein Rabe. Aber diese Einstellung ist falsch. Sie belasten und strapazieren Ihre Haut unnötig. Eine schöne gepflegte Haut ist nicht an ihrer Farbe zu messen. Eine leichte langsam gewonnene Bräunung lässt die Haut frisch und gesund aussehen. Gehen Sie kein Risiko ein, Sie haben nur eine Haut.  Lassen Sie sich dennoch nicht von Ihren Spaziergängen an der frischen Luft abhalten. Bewegung im Freien ist empfehlenswerter, als in der Sonne zu faulenzen und den Körper zu braten. Genießen Sie die verführerischen Sonnenstrahlen mit Verstand, damit Sie sich über die gewonnene Bräune lange erfreuen können.   

Gesund und fit mit Hilfe der Bibel

Auch eher bibelkritisch eingestellte Menschen werden von den Erkenntnissen profitieren, die Bestsellerautor Walter-Jörg Langbein in seinem Buch »Brot und Wein« darlegt. »Gesund essen mit der Bibel« lautet der Untertitel, und es stimmt: Die Bibel liefert zahlreiche Hinweise darauf, wie eine gesunde, menschengemäße Nahrung aussehen sollte. Diese uralten Weisheiten untermauert der Autor mit den Erkenntnissen der modernen Forschung, die zu denselben Ergebnissen kommt: Die meisten Zivilisationskrankheiten wären vermeidbar, wenn die Menschen sich nach den biblischen Ernährungsgrundsätzen einfach, aber vollwertig ernähren würden.

Walter-Jörg Langbein plädiert für eine dauerhafte Umstellung auf eine Ernährungsweise, die das Erreichen und Halten des persönlichen Wohlfühlgewichts ermöglicht. Ungesunde Crash-Diäten lehnt er ab. Stattdessen macht sein Buch Appetit auf Vollkornbrot, Obst und Gemüse, und plädiert für den sparsamen Verbrauch von Fleisch und Fisch. Dennoch kommt der Genuss nicht zu kurz: Wein (in moderaten Mengen genossen) gilt als biblisches Arzneimittel gegen viele Leiden.

Auch die Verteufelung der Butter als Cholesterinbombe ist nicht haltbar, folgt man den Prinzipien der Bibel-Diät, die strikt auf Naturbelassenes setzt, künstlich erzeugte Fettgemische wie Margarine deshalb ablehnt und neben Butter das Olivenöl als natürliche Fettquelle empfiehlt. Eher ablehnend hingegen steht die Bibel der Milch gegenüber, die sie nicht als geeignetes Nahrungsmittel für Erwachsene betrachtet. Der Autor erklärt nicht nur, welche Bibelstellen sich darauf beziehen, sondern unterfüttert diese Aussagen mit wissenschaftlichen Erkenntnissen, die jeder kennen sollte, der sich über gesunde Ernährung Gedanken macht.

Auch auf das Thema Zucker geht die Bibel-Diät ein: Niemand muss auf Süßes verzichten, wenn er sich nach biblischen Grundsätzen ernähren möchte, sollte aber unbedingt seinen Verbrauch an denaturiertem Fabrikzucker einer kritischen Betrachtung unterziehen.

Fazit: Überraschend und positiv ist es, dass sich aus den kulinarischen Stellen der Bibel nicht nur Ge-und Verbote ableiten lassen, sondern auch und vor allem das Bedürfnis nach echter Lebensfreude gestillt wird. Langbeins Buch kommt an keiner Stelle theologisch-trocken daher, sondern es liefert einen handfesten Leitfaden für die tägliche Praxis, in dem auch leckere Rezepte nicht fehlen. Gesund und fit mit der Bibel? – Nach der Lektüre dieses Buches lautet meine Antwort uneingeschränkt: Ja.

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Sonntag, 20. Februar 2011

Wenn die Seele leidet

Es kommt meist schleichend. Sie fühlen sich unwohl, sind depressiver Stimmung. Der Motor, der Sie morgens in Schwung bring, funktioniert nicht mehr. Lustlosigkeit macht sich breit. Kann der Arzt keine organische Ursache feststellen, ist möglicherweise die Seele daran schuld. Viele Ursachen können dafür verantwortlich sein:
  • Stress im Beruf
  • Eheprobleme
  • Unerfüllter Kinderwunsch
  • Zukunftsängste
  • Klimakterium/Menopause
Wenn Sie nur mit einem dieser Probleme behaftet sind, leidet Ihre Seele. Es kommt zu psychosomatischen Erkrankungen. Ihr Körper und Ihre Seele stehen nicht mehr im Einklang miteinander. Es können körperliche Beschwerden entstehen, wie z. B.:
  • Kopfschmerzen
  • Erhöhter Blutdruck
  • Magenkrämpfe
  • Abtriebschwäche
  • Appetitlosigkeit
Versuchen Sie diesen Teufelskreis zu durchbrechen und wenden Sie sich an einen Psychotherapeuten. Auch eine Gruppentherapie kann sehr hilfreich sein. Wenn es sich um seelische Konflikte handelt, die Sie selbst aus der Welt schaffen können, tun Sie es schnell. Schaffen Sie sich Ruhephasen, und lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Lernen Sie „Nein“ zu sagen.

Die Zeit des Klimakteriums ist für manche Frau ebenso eine schwierige Phase. Schlafstörungen, Hitzewallungen, Schweißausbrüche, sexuelle Lustlosigkeit machen das Leben nicht gerade leicht. Aber auch hier braucht man nicht zu verzweifeln. Die Wechseljahre sind keine Krankheit. Die hormonelle Umstellung zeigt sich bei jeder Frau anders. Wenn Sie diese Beschwerden als unerträglich empfinden, wird Ihnen Ihr Gynäkologe sicherlich vorübergehend ein Hormonpräparat verschreiben.

Hilfreich sind jedoch bei all diesen Beschwerden gymnastische Übungen, Yoga, autogenes Training. Gehen Sie so oft wie möglich an die frische Luft. Essen Sie gesund und vitaminreich.
Schaffen Sie sich Freiraum, gehen Sie zur Kosmetikerin. Geben Sie sich die Bestätigung eine schöne gepflegte Frau zu sein. Das hebt Ihr Selbstwertgefühl und stärkt Ihre Nerven. Oder gönnen Sie sich eine Wohlfühl-Massage. So werden Sie sich bald wieder gesund und fit fühlen. 
Denn schon im Alten Rom war man der Meinung: In einem gesunden Körper steckt meist auch ein gesunder Geist.

Mittwoch, 16. Februar 2011

Wasser ist Leben – Trinken Sie sich gesund und fit!

Wasser ist Leben
Foto: Grace Winter - pixelio.de
Es ist ein Fakt: Mehr als die Hälfte des menschlichen Körpers besteht aus Wasser, bei Säuglingen sind es sogar 75 %. Zieht man in Betracht, dass wir täglich mindestens zwei Liter dieses kostbaren Stoffes über die Urinausscheidung, den Schweiß und die Atemluft verlieren, so ergibt sich daraus, wie grundlegend wichtig die ausreichende Flüssigkeitsaufnahme ist: Mindestens zwei, besser noch zweieinhalb Liter pro Tag sollten es schon sein, wenn der Stoffwechsel ungestört arbeiten und die Körperchemie intakt bleiben soll. Sind Sie sportlich aktiv oder ist es sehr heiß, dann darf es gerne auch noch mehr sein. Enthält Ihre Nahrung sehr viel frisches Obst und Gemüse, kann sich die Trinkmenge dadurch reduzieren, da der Wasseranteil dieser Nahrungsmittel sehr hoch ist.

Folgende Symptome können auf einen Flüssigkeitsmangel in Ihrem Körper hinweisen:
  • Konzentrationsstörungen
  • Kopfschmerzen
  • Nervosität
  • Abgeschlagenheit
  • Fahle Haut
  • Erhöhter Blutdruck
  • Sodbrennen
  • Intensiv gefärbter Urin
Wodurch deckt man den Flüssigkeitsbedarf am besten?
Ganz einfach: Durch Wasser. Am besten ohne Kohlensäure. Wem das zu wenig Abwechslung bietet, für den sind Kräutertees eine geschmackliche Abwechslung. Oder Sie fügen Ihrem Wasser einige Spritzer frischen Zitronensaft hinzu. Auch auf Saftschorlen können Sie zurückgreifen. Achten Sie aber darauf,  die Säfte mindestens im Verhältnis 1:3 zu verdünnen  (1/4  l Saft auf 3/4 l Wasser). Sollten Sie Gewichtsprobleme haben, so ist es gut, zur Durstlöschung gar keine Fruchtsäfte zu verwenden, sondern diese eher wie ein Nahrungsmittel zu betrachten, das zu besonderen Anlässen in Maßen genossen werden sollte.

Folgende Getränke sind zur regelmäßigen Wasserversorgung nicht oder nur bedingt geeignet:
  • Alkoholische Getränke
  • Kaffee
  • Schwarztee
  • Milch
  • Zuckerhaltige Erfrischungsgetränke (Cola, Limo)
  • Energy-Drinks
  • Joghurt-Getränke
  • Unverdünnte Fruchtsäfte
Einige Tipps:
Bauen Sie das regelmäßige Trinken in Ihren Tagesablauf ein. Besonders wenn Sie dazu neigen, es zu vergessen, sollten Sie immer eine Flasche Wasser zur Hand haben. Vielleicht animiert auch eine schöne Karaffe mit einem passenden Glas dazu, alle halbe Stunde einige Schlucke zu trinken.
Sehr wohltuend, besonders im Winter, ist auch eine ayurvedische Heißwasser-Trinkkur. Hierbei wird das gut abgekochte Wasser mindestens körperwarm getrunken und bewirkt, über einen längeren Zeitraum angewandt, eine einmalige Entschlackung des gesamten Körpers.


Nie mehr Kisten schleppen dank dem Wasser Maxx




Donnerstag, 10. Februar 2011

Cellulitis - Der Schrecken aller Frauen

Jeden kann es treffen, ob jung oder alt, ob dick oder dünn. Wir kennen die Cellulite auch unter dem Namen „Orangenhaut“. Bei zu schwachem Bindegewebe blähen sich die Fettzellen auf und drücken nach außen. Unschöne Dellen sind das Ergebnis. Davon können auch Männer betroffen sein. Allerdings tritt die Cellulite bei Frauen eher auf. Schuld daran ist die verstärkte Fettansammlung an Oberschenkeln und Po. Auch eine genetisch bedingte Veranlagung sowie Hormonschwankungen kommen als Ursache infrage.
Die Frage ist nun: Was kann ich dagegen tun? Wichtig ist regelmäßige Bewegung, um eine optimale Durchblutung zu erzielen. Ein großer Feind ist das Übergewicht. Umsomehr Fett sich im Bindegewebe ansammelt, umso größer ist die Gefahr einer Orangenhaut. Ebenso nachteilig wirken sich Diäten aus, bei denen man zu schnell abnimmt. Das Bindegewebe wird dadurch stark beansprucht und kann sich nicht schnell genug festigen. Die Folge: Cellulitis!
Aber auch Frauen mit normalem Gewicht, die zur Bindegewebsschwäche neigen, können davon betroffen sein.Vorbeugen ist in jedem Fall besser, denn ist die Orangenhaut erst einmal sichtbar, kann sie nur noch gemildert werden. Völlig verschwinden wird sie nicht mehr.

Es werden allerlei Mittelchen angeboten wie: Cremes, Gels und -Lotionen sowie Massagehandschuhe oder Bürsten, die die Durchblutung anregen und sich straffend auf das Bindegewebe auswirken können. Mit einer gesunden Lebenseinstellung, vitaminhaltiger Kost, regelmäßiger körperlicher Bewegung und Vermeidung von Übergewicht, können Sie eine Menge dafür tun, um die Cellulitis erst gar nicht entstehen zu lassen oder ihr sanft auf den Leib zu rücken. Machen Sie den Kneiftest: Drücken Sie die Haut Ihres Oberschenkels mit Daumen und Zeigefinger zusammen. Wenn Dellen sichtbar werden, leiden Sie an dieser wenig schönen Orangenhaut, mehr oder weniger. Beginnen Sie gleich mit einem Programm zur Verbesserung und Festigung Ihres Bindegewebes. Denn umso schlimmer die Cellulite fortschreitet desto mehr wird sie sichtbar, auch ohne Kneiftest. Eine gute Alternative wäre auch regelmäßiges Schwimmen und hin und wieder eine Lymphdrainage. Lassen Sie sich von einem Hautarzt oder einer erfahrene Kosmetikerin beraten. Und verzweifeln Sie nicht. Sie sind in bester Gesellschaft.

Montag, 7. Februar 2011

Zusatzstoffe in Lebensmitteln

Was uns heute alles als »garantiert unschädlich« verkauft wird, als »lebensmitteltechnisch geprüft« oder »im Rahmen der gesetzlichen Grenzwerte«, dafür hätte man die Urheber früher als Brunnenvergifter verurteilt, gebrandmarkt oder Schlimmeres. Klar: Die Lebensmitteltechnik hat auch viel Gutes bewirkt, hat Lebensmittel haltbarer und teilweise jahreszeitenunabhängig gemacht, oder sie sind schlicht und einfach leichter zuzubereiten. Wer macht sich schon die Mühe, Karotten zu kochen, abzuschälen und zu würfeln, wenn es bereits vorgefertigte Ware im Tiefkühlregal gibt? Billiger sind fertige Lebensmittel meist ebenfalls: Die Arbeit wird meist maschinell erledigt, außerdem kauft der Hersteller solche Mengen ein, dass das Gemüseregal im örtlichen Supermarkt preislich nicht annähernd mehr mithalten kann.

So lange Lebensmittel lediglich durch Eingefrieren haltbar gemacht werden, ist auch nicht viel daran auszusetzen. Schwieriger wird es bei Fertiggerichten, die nicht selten chemisch aufbereitet sind. Nehmen wir alleine den Geschmacksverstärker Glutamat: ihm wird eine wissenschaftlich belegte neurotoxische Wirkung zugeschrieben, was bedeutet, dass es in höherer Konzentration zum Absterben von Nervenzellen führt. Dennoch verzichten viele Lebensmittelhersteller bis heute nicht auf diesen umstrittenen Wirkstoff. Zu verlockend sind seine gewünschten Effekte: Das Essen wird scheinbar wohlschmeckender und noch dazu entwickelt der Verzehrende dadurch Heißhungerattacken, die dazu führen, dass er mehr isst, ergo auch mehr einkaufen muss. Untersuchungen darüber, in wieweit die bedenkenlose Verwendung von Glutamat mit verantwortlich ist für die Zunahme der weltweiten Fettleibigkeit, sind mir leider nicht bekannt.

Gesund und fit dank Chemie?
Ähnliche Effekte haben künstliche Süßstoffe: Durch ihren intensiven Geschmack gaukeln sie dem Körper vor, dass eine größere Menge Kohlenhydrate im Anmarsch ist. Also stellt er vorsichtshalber Insulin zur Verfügung, um den vermeintlichen Zucker zu verdauen. Dies ist ein auf die Dauer hochriskanter Eingriff in die Körperchemie, über dessen langfristige Folgen wir viel zu wenig wissen.

Konservierungs- und Farbstoffe sind weitere Errungenschaften auf dem Weg zum perfekt designten »Food«. Es ist schon auffällig, nicht wahr? Wirklich angesagte Menschen greifen zu »Food«, statt zu guten, alten Nahrungsmitteln. Keine Ahnung, woher sie das Vertrauen in die »Food-Designer« nehmen, deren Berufsbezeichnung zwar chic klingt, die aber ebenso wenig Ahnung über die langfristigen Folgen des Chemieangriffs haben wie Ärzte auch.

Fazit: Je weniger merkwürdige »Zusatzstoffe« ein Lebensmittel hat, desto gesünder ist es für den menschlichen Körper. Sie werden sich weitaus wohler fühlen, wenn Sie sich die Zeit nehmen, Ihre tägliche Ernährung aus Grundnahrungsmitteln selbst herzustellen …

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Die Essensfälscher: Was uns die Lebensmittelkonzerne auf die Teller lügen


Samstag, 5. Februar 2011

Saunieren, aber richtig

Wer das erste Mal in den Genuss des Saunierens gekommen ist, und seinen Körper an die hohen Temperaturen gewöhnt hat, wird es nicht mehr missen wollen. Eine Wohltat und Entspannung für Körper und Seele.  Anfangs wird dieses Wechselspiel, aus der heißen Sauna unter die kalte Dusche zu gehen, im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubend sein.  Bleiben Sie bei den ersten Besuchen nicht länger als 10 Minuten in der Sauna und ruhen Sie sich anschließend 15 Minuten im Ruheraum aus. Danach wiederholen Sie die Saunagänge zwei Mal. Dazwischen wieder eine Ruhepause einlegen. Eine trockene Hitze von ca. 80° ist zu Beginn eines Anfängers ausreichend. Wenn Sie sich daran gewöhnt haben, werden Ihnen auch höhere Temperaturen nichts mehr ausmachen.  Ihre Haut wird durch die Wärme stark durchblutet, die Poren öffnen sich, sie wird straffer und von Hautunreinheiten befreit. Durch regelmäßige Saunagänge wird Ihr Körper abgehärtet und Ihr Immunsystem gestärkt. Selbst unregelmäßiger Blutdruck kann sich durch das Saunieren stabilisieren. (Dazu den Arzt befragen). Sollte Ihnen während des Saunens unwohl sein, verlassen Sie die Kabine sofort.

Der Aufguss in der Sauna ist das Highlight. Meist wird dieser Vorgang vom Saunameister stündlich wiederholt. Verschiedene Aromen von Minze bis Orange verbreiten einen angenehmen wohltuenden Geruch des aufsteigenden Dampfes. Wohnen Sie diesem Zeremoniell erstmals bei, bleiben Sie besser auf der unteren Bank sitzen, denn durch die plötzliche feuchte Luft kommt Ihnen die Temperatur höher vor. Das dauert nur wenigen Minuten. Während des Aufgusses darf keiner in die Sauna hinein und nur im Notfall heraus. Durch die einströmende kühlere Luft würde der Wärmeeffekt verloren gehen.

Es gibt bestimmte Regeln an die Sie sich halten sollten.

  • Betreten Sie nie ohne Badeschuhe die Sauna. (Pilze lauern überall)
  • Bevor Sie Saunieren ist gründliches Duschen erforderlich.
  • Legen Sie sich ein großes Handtuch auf die Saunabank. Setzen Sie sich nie auf das blanke Holz. (Infektionsgefahr)
  • Bringen Sie eine Bürste und einen Massagehandschuh mit. (Reiben Sie während des Saunaganges Ihren Körper damit ab. Ihre Haut wird herrlich durchblutet, Hautschuppen verschwinden und Ihre Haut wird weich wie samt).
  • Bademantel und ein weiteres Handtuch zum Abtrocknen nicht vergessen.
  • In den Ruhepausen (nicht während des Saunierens) reichlich trinken, um den Wasserverlust auszugleichen.
  • Nach Beenden des Saunaerlebnisses reinigen Sie Ihren Körper, auch im Genitalbereich, gründlich.
In einem Freizeitbad gibt es viele Möglichkeiten den Tag zu einem Erlebnis werden zu lassen. Zwischen den Saunagängen können Sie, je nach dem was angeboten wird, schwimmen gehen oder es sich an der Getränkebar gemütlich machen.  Genießen Sie einen Schnuppertag und testen Sie alles aus. So können Sie feststellen, was Ihnen am meisten liegt. Selbst Kleinkinder können bereits langsam und in Maßen an das Saunieren gewöhnt werden.

Ich wünsche Ihnen angenehme Stunden.

Mittwoch, 2. Februar 2011

Körperlich und geistig fit bis ins hohe Alter

Den natürlichen Alterungsprozess können wir nicht aufhalten, obwohl wir das sicher alle gerne täten. Allerdings können wir selbst dazu beitragen diesen Prozess zu verlangsamen, indem wir für Körper und Geist einiges tun. Früher war die Lebenserwartung der Menschen viel geringer als heute. Wer 30 oder 40 Jahre alt war, zählte bereits zu den Alten. Heute ist das anders. Da fangen wir in diesem Alter erst richtig an, zu leben. Man sitzt beruflich fest im Sattel, hat möglicherweise eine Familie gegründet und steht den ersten Alterserscheinungen lässig gegenüber. 
Aber gerade in mittleren Jahren zeigen sich die ersten Fältchen, die Spannkraft der Haut lässt nach, und es ist unabänderlich mit der richtigen Pflege zu beginnen, wenn wir es nicht bereits schon getan haben. Die körperliche Leistungsfähigkeit hat ebenfalls ihren Höhepunkt erreicht, was uns allerdings noch nicht sonderlich auffällt. Sport und eine gesunde Ernährung ist eine gute Voraussetzung den Körper noch lange fit zu halten und körperlichen Veränderungen vorzubeugen. »ORAC« (Oxygen-Radical Absobance Capacity) zum Beispiel soll wahre Wunder vollbringen können, sagt man. Je höher dieser Wert in Lebensmittel vorhanden ist, um so besser können freie Radikale unschädlich gemacht werden.
Das heißt: ORAC fängt die freien Radikalen ab, bevor sie uns Krankmachen und sich eventuell Krebszellen bilden können. Ebenso kann der Alterungsprozess verlangsamt werden.  Also doch ein Wundermittel? Nein, so kann man es nicht sagen. Denn es ist bekannt das bestimmte Lebensmittel und Vitamine die Gesundheit positiv beeinflussen. Das Zauberwort heißt: Antioxidantien! Roten Trauben, Blaubeeren, Äpfeln, Tomaten, Knoblauch, Auberginen haben einen hohen ORAC-Wert und somit reichlich Antioxidantien.

Doch ebenso wichtig ist die geistige Fitness. Wer bis ins hohe Alter seinen Geist pflegen will, muss etwas dafür tun. Neben viel Bewegung an frischer Luft, Walken, Spaziergänge, sollten wir auch unser Gehirn trainieren.
Egal wie alt wir sind; unsere Hirnzellen sind in der Lage mitzuwachsen. Sie müssen gefordert werden. Die Fähigkeit auch im Alter Neues zu erlernen ist nicht zu bestreiten. Für mentales Training wird einiges angeboten. Schon wenige Minuten dieser Übungen pro Tag wirken Wunder. Alt werden mit Verstand, dann lässt es sich lange und zufrieden leben.

Dienstag, 1. Februar 2011

Kratzen im Hals und Kribbeln in der Nase – Wenn eine Erkältung droht

Es gibt ja Menschen, die sich bei den ersten Symptomen einer Erkältung auf den Weg zum Arzt machen, der dann oft mit der Verschreibung eines Antibiotikums reagiert. Dies ist mit ein Grund dafür, dass sich gegen gängige Antibiotika mehr und mehr Resistenzen bilden, was nichts anderes bedeutet, als dass unsere wichtigsten Waffen im Kampf gegen ernsthafte Infektionen nach und nach stumpf werden.

Natürlich sollten Sie nicht zögern, zum Arzt zu gehen, wenn sich  zu den Erkältungssymptomen Fieber gesellt, Sie an einer Vorerkrankung leiden oder ungewöhnliche Begleiterscheinungen bei Ihnen auftreten. Auch chronische Entzündungen von Mandeln oder Nebenhöhlen können eine weitergehende Behandlung unter Umständen erforderlich machen. Aber sich bereits im Wartezimmer niederlassen, wenn ein gewöhnlicher Schnupfen sich breit macht? – Bedenken Sie immer: Auch, wenn der Mensch heute gerne als mechanisches Ding betrachtet wird, das im Falle einer Unpässlichkeit einfach repariert werden sollte: Im Gegensatz zu einem Auto besitzt der ansonsten gesunde menschliche Körper Selbstheilungskräfte, die mit einer gewöhnlichen Erkältung spielend fertig werden.

Eine Erkältung dauert mit Arzt eine Woche, ohne ihn sieben Tage
Mit dieser leicht spöttischen Bemerkung wurden noch vor wenigen Jahrzehnten Menschen bedacht, die wegen allem und jedem sofort zum Arzt liefen. Und es ist wahr: Auch mit Antibiotika braucht eine Erkältung ihre Zeit.

Was ist eine Erkältung?
Das Wort impliziert, dass ein Mensch durch Unterkühlung krank geworden ist. Das ist aber längst nicht immer richtig. Oft verhält es sich umgekehrt: Menschen, die sich ständig zu warm anziehen, leiden öfter unter den sogenannten Erkältungserscheinungen. Dies liegt daran, dass das ihre Körperwärme regulierende System nicht ausreichend trainiert wird. Der Mensch benötigt Wärme- und Kältereize im Wechsel, um das Immunsystem auf Trab zu halten. Eine Erkältung ist eigentlich eine Infektion der Schleimhäute mit Bakterien oder Viren, die das Immunsystem aus unterschiedlichen Gründen nicht abzuwehren in der Lage war.

So trotzt man einer Erkältungswelle
  • Gewöhnen Sie sich an Warm-Kalt-Reize. Sauna, kalte Güsse oder Barfußlaufen, alles in Maßen genossen, hält Ihr Immunsystem fit. Stellen Sie sich Ihre persönliche Kneipp-Kur zusammen. Achtung: Ist die Erkältung bereits da, sind diese Mittel zur Behandlung nicht geeignet. Hören Sie auf die Bedürfnisse Ihres Körpers!
  • Achten Sie auf eine nährstoffreiche Zusammenstellung Ihrer Mahlzeiten: Frisches Obst und Gemüse gehören zu den Grundbedürfnissen.
  • Meiden Sie große Mengen eiskalter Getränke, auch und gerade im Sommer. Der Körper muss schwer arbeiten, um sie auf Körpertemperatur zu bringen. Bis er das geschafft hat, entsteht ein Zeitfenster, in dem Bakterien leichteres Spiel haben.
  • Halten Sie Ihre Füße warm. Chronisch kalte Füße bedeuten eine ständige Herausforderung für Ihren Körper.
  • Üben Sie gerade in Stresszeiten Entspannung. Negativer Stress übersäuert den Körper, was ebenfalls zu einer Schwächung des Immunsystems führt.
Wenn die Erkältung bereits da ist  
  • Schalten Sie einen Gang runter. Verschieben Sie alle nicht besonders drängenden Aufgaben auf einen späteren Zeitpunkt. Wenn das Fieber kommt: Halten Sie am besten Bettruhe.
  • Kochen Sie sich einen wärmenden Ingwertee. Alternativ: Ein Stück gehackte Ingwerwurzel, mit heißem Wasser überbrüht, wird Ihnen gut tun.
  • Eine heiße Hühnersuppe mit reichlich Reis und Gemüse kräftigt, ohne zu belasten. Würzen Sie sie möglichst scharf.
  • Vermeiden Sie alles, was den Körper zusätzlich belastet. Er braucht jetzt Zeit, um mit den Angreifern fertig zu werden. Für Sport ist jetzt der falsche Zeitpunkt.
  • Schlafen Sie, soviel Sie können und tun Sie sich etwas Gutes.
  • Auch das Gedudel des Fernsehers bedeutet jetzt Stress für Ihren Körper und Ihre Seele. Vielleicht möchten Sie die Gelegenheit nutzen, und mal wieder in Ruhe ein gutes Buch lesen?

Wenn Sie sich auf diese Weise verwöhnen, wird es Ihnen bald wieder gut gehen. Gute Besserung!




Montag, 31. Januar 2011

Gesund essen – Was ist das?

Frisch, nahrhaft und natürlich sollten wir essen.
Doch Kaninchenfutter muss nicht sein.
Es sei denn, Sie sind ein Kaninchen ...
Bildnachweis:  ©Paul-Georg Meister / pixelio.de
Was hat man uns nicht alles als allein seligmachende Schlankheitsnahrung angedient! Eiweißpulverdrinks sollten wir uns anrühren. Ja, ein Muskel besteht zu einem großen Teil aus Eiweiß, ist es da nicht logisch, dass dieser Stoff uns stark und schlank werden lässt? Fit wie ein Turnschuh würden wir durch die Gegend rennen, wenn wir nur genug von dieser Pampe in uns hineinschaufeln, versprach uns die Werbung. Dass es schmeckt wie Tapetenkleister, wen kümmert es, wenn es nur gesund ist? Dass der »aaach so sättigende Eiweißdrink« uns schon eine Stunde später vor Hunger Fingernägel kauen lässt und die Muskeln vor lauter Brennstoffmangel zu zittern beginnen? Das ist sicher nur eine Anpassungsschwierigkeit!, haben wir uns den neuen Foodstyle schön geredet und munter weiter gerührt und geschüttelt. Gerührt und geschüttelt. Ist das nicht besser als James Bond? Dazu 28 km joggen, bei Wind und Wetter, jeden Tag. Ist das nicht viiiel inspirierender, als nach der Arbeit vor dem Fernseher abzuhängen? Besonders, wenn man nicht besonders fit ist, und einem jeder Schritt weh tut? Daheim wartet ja der leckere Eiweißshake auf uns, alles wird gut.

Andere Gurus sehen das aus einem komplett gegensätzlichen Blickwinkel. Eiweiß! Im Übermaß genossen verursacht es Gicht und Nierenprobleme, nicht wahr? Deshalb sollte man es möglichst komplett meiden und sich kohlenhydratreich ernähren, meint die gegnerische Fraktion. Natürlich nicht ohne Nahrungsergänzungsmittel, um Mangelerscheinungen vorzubeugen. Das Super-Duper-Knusper-Müsli ist genau das richtige Frühstück für uns! Blähungen? Völlegefühl? Außerdem fühlen Sie sich ein bisschen wie ein Pferd, wenn sie vor Ihren Napf sitzen und stoisch malmend das Zeug in sich reinschaufeln? – Da müssen Sie durch! Wollen Sie nun gesund und fit werden oder nicht?

Meine Meinung: Das ist alles Mist. Die für alle Menschen geeignete Ernährungsmethode existiert nicht. Soll der Bauarbeiter das gleiche essen wie die Kindergärtnerin? Der Bürokaufmann die Nahrung zu sich nehmen, die eine Spitzensportlerin isst? – Mit Sicherheit nicht.

Woher wissen wir, was wir essen sollen?  
Ganz einfach: Achten Sie auf Ihren Appetit! Er kommt nicht von ungefähr, unser Körper sagt uns dadurch vielmehr, was ihm momentan fehlt. Beherzigen Sie dabei nur einige Regeln:

  • Nehmen Sie möglichst keine Nahrungsmittel zu sich, deren Inhaltsstoffe Sie nicht aussprechen können. Die Zutatenliste auf der Tütensuppe liest sich wie ein Arbeitsblatt aus dem Chemieunterricht? Dann legen Sie sie weg.
  • Versuchen Sie, Ihre Nahrung so oft wie möglich selbst aus frischen Lebensmitteln zuzubereiten.
  • Essen Sie sich an Grundnahrungsmitteln satt und vermeiden Sie denaturierte Fertignahrung, so gut Sie können.
  • Bevorzugen Sie die gute Bio-Qualität aus der Region, wenn sie gerade verfügbar ist, aber machen Sie keine Religion daraus.
  • Verwenden Sie Zucker eher wie ein Gewürz, nicht wie ein Nahrungsmittel.
  • Milch ist ein Nahrungsmittel, kein Getränk. Verwenden Sie sie also sparsam.
  • Wenn Sie abnehmen möchten, dann sollten Sie geizig mit Fettzugaben sein.
  • Informieren Sie sich über leichte Rezepte aus der asiatischen oder mediterranen Küche und starten Sie einen Versuch damit, besonders, wenn Sie sonst eher gutbürgerlich-schwere Kost gewöhnt sind.
  • Sie haben Appetit auf etwas angeblich Ungesundes, wie Würstchen? Dann essen Sie sie, aber kombinieren Sie sie mit reichlich frischer Kost, so, wie der leckere Snack oben im Bild.
  • Vergessen Sie Radikaldiäten! Wer hungrig ist, der sollte essen!
  • Essen Sie nur in ausgeglichener Stimmung und kauen Sie jeden Bissen gründlich.
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